Transformation – Metamorphose

 

Eine wunderbare Geschichte über einen Schmetterling.

Lange Zeit seines Lebens war er davon überzeugt, dass seine Bestimmung nur darin bestand, zu essen, zu schlafen und all› die Dinge zu tun, die Schmetterlinge eben tun.

Aber irgendwie war er nicht glücklich dabei. Irgendwie spürte er, dass es in seinem Leben noch etwas Anderes zu erfahren gab.

Eines Tages trieb ihn ein starkes Sehnen um und er entschloss sich, ruhig und still zu werden. Er hängte sich an den Ast eines Strauches und spann sich rundherum in einen Kokon ein.

Obwohl es im Innern des Kokon eng und unbequem war, wartete er – wach und voller Bewusstheit.

Seine Geduld zeitigte Früchte und als der Kokon aufsprang, war er nicht länger der armselige Wurm

als der er sich eingesponnen hatte, sondern ein wunder-schöner, prachtvoller Schmetterling mit Flügeln, der den Himmel blendete. Er stieg auf und flog frei und ungebunden, nicht länger eingeengt durch sein Wurm-Dasein. Er hatte sich umgewandelt in ein Wesen von Luft und Leichtigkeit, Magie und Schönheit.

Nach dieser Transformation war es dem Schmetterling nicht mehr möglich, in ein Wurm-Dasein zurückzukehren. Im Kokon wurde er eins mit seinem innersten Wesenskern und in dieser Einheit gelangte er zu seiner letztgültigen Wesensnatur.

Vasudevi